Als alte Tradition und wichtiges Ereignis  im  kirchlichen und bürgerschaftlichen Bereich bezeichnete Prälat Werner Redies die Einrichtung von Stiftungen. Dass die Errichtung auch von kirchlichen Stiftungen wieder modern werde, sei ein Zeichen von besonderem Engagement für Staat und Kirche in der heutigen Zeit. Stiftungen seien wichtig zur Verwirklichung von Projekten, deren Finanzierung nicht Aufgabe kirchlicher Haushalte sei

Nach einem Gottesdienst zusammen mit dem Warthauser Ortspfarrer Manfred Müller und dem aus Warthausen stammenden Pfarrer Richard Wekenmann gab Prälat Redies bei einer öffentlichen Feierstunde im katholischen Gemeindehaus der Filiale Birkenhard die Ziele der Stiftung bekannt, die von der Nichte Angela Imhof-Schrack aus dem Nachlass und nach dem Wunsch des Warthauser Ehrenbürgers Pfarrer Karl Imhof und seiner Schwestern Anna und Maria Imhof mit 130000 Euro für  Projekte in der Filialgemeinde ausgestattet wurde. Die neue Stiftung will die pastorale Arbeit, den sonntäglichen Gottesdienst, die Ministranten-, Jugend- und Seniorenarbeit in der Filiale fördern. Ein weiteres Ziel ist die Erforschung und Vermittlung der Kirchen- und Ortsgeschichte von Birkenhard unter Berücksichtigung der kommunalen Leistung der beiden Bürgermeister Friedrich Imhof (1866 – 1890) und Karl Imhof (1890 – 1930). Ihnen lagen die Renovationen der Josefs-Kirche und die Seelsorge in der Filiale sehr am Herzen. Das  priesterlichen Wirken von Pfarrer Karl Imhof, dessen Wunsch der Bau der neuen Marienkirche war und der in seinem Ruhestand noch 11 Jahre bis zu seinem Tod 1984 in Warthausen und Birkenhard mithalf, soll in Erinnerung gehalten werden. Zur Förderung der Kunst und Kultur im Warthauser Teilort stehen ebenfalls Geldmittel zur Verfügung.